Hohe Preise im Supermarkt: Warum die Gemüsepreise stark ansteigen

Ein Kilo Paprika für 9,99€. Diese Preise sind momentan Realität. Doch nicht nur Paprika, auch andere Gemüsesorten sind teurer geworden. Laut dem Statistischem Bundesamt sind die Gemüsepreise im Vergleich zum Dezember 2021 um 31,5 Prozent gestiegen. Die Gründe sind vielfältig.

Die Preise der Gemüsesorten, regional oder importiert, sind gestiegen. Denn alles, was nicht regional angebaut werden kann, muss aus anderen Ländern importiert werden. Zusätzlich spielen die hohen Preise für Sprit und Personal eine Rolle. Diese bewirken, dass das regional angebaute Gemüse teurer wird, bzw. bei importiertem Gemüse erhöhen sich die Beschaffungskosten, um die zu importierenden Produkte ins Land zu holen.

Aber nicht nur die Kosten der Produzenten auch die Energiekosten sind gestiegen. Die Lagerung einiger Gemüsesorten muss unter bestimmten Temperaturbedingungen stattfinden. Die gestiegenen Energiekosten werden so an die Konsumenten weitergegeben.

Eine weitere wichtige Rolle spielt das Wetter: die aufgrund des Klimawandels entstandene große Hitze, Kältewellen oder Unwetter wie Starkregen oder Tornados sorgen regelmäßig für Ernteeinbußen. In den Exportländern wie Italien, Spanien und Marokko war es diesen Winter ungewöhnlich kalt. Die Folge ist, dass es weniger Gemüse zum Ernten gibt. Es ist also weniger Angebot von Gemüse bei gleichgebliebener oder verstärkter Nachfrage. Die Produkte werden also aufgrund ihres geringen Angebotes und steigender Nachfrage teurer.

Die steigenden Kosten durch die Inflation treffen vor allem ärmere Familien. Diese kommen kaum noch mit ihrem vorhandenen Geld oder wenn sie es beantragt haben , Bürgergeld, über die Runden. Rentner können kaum von ihrer Rente leben. Viele Familien verzichten auf alles, was Spaß macht wie Ausflüge oder einen Urlaub.

Was kann man nun gegen die hohen Preise tun?

Man sollte zu diesen Zeiten Gemüse kaufen, das gerade in Deutschland Saison hat. Dadurch vermeidet man unnötig lange Transportwege.

Um Geld sparen zu können, sollte auf bestimmte Obst- und Gemüsesorten verzichtet werden, die aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht in Deutschland angebaut werden können. Außerdem sollte darauf geachtet werden, weniger Lebensmittel zu verschwenden. Gemüse kann gut gelagert werden und die Zero Wasser Bewegung sorgt dafür, dass es im Internet viele Rezepte gibt, wie Gemüse auch wenn es nicht mehr ganz frisch ist, zu leckeren Rezepten verarbeitet werden könne.

Für alle Konsumenten könnte es eine Überlegung sein, sich einen eigenen, kleinen Gemüsegarten zu Hause auf dem Balkon oder im Garten anzulegen. Dann kann frisch und saisonal geerntet werden und um weitere Kosten zu reduzieren könnte das Gemüse mit Regenwasser gewässert werden.

von Lieschen

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