Frauen verdienten in Deutschland im Jahr 2021 laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 18 Prozent weniger als die Männer. Als Gender Pay Gap oder geschlechtsspezifische Lohnlücke wird die prozentuale Differenz zwischen durchschnittlichem Bruttostundenlohn für Männer und dem durchschnittlichem Bruttostundenlohn der Frauen im Verhältnis bezeichnet. Frauen verdienten demnach mit durchschnittlich 19,12 Euro brutto in der Stunde 4,08 Euro weniger als die Männer mit 23,20 Euro.
Der Equal Pay Day („Tag der gleichen Bezahlung“) war dieses Jahr am Dienstag, dem 7. März. Jedes Jahr wird dieser Tag neu festgelegt. Der Equal Pay Day macht auf die Bezahlungsungleichheit zwischen Frauen und Männer aufmerksam. Laut equalpayday.de kam die Idee von Ishinay Kemmler, einer Unternehmensberaterin aus Frankfurt. Die Rechtsanwältin und Präsidentin des Verbandes BPW Germany (Business and Professional Women Germany), rief 2007 die Initiative „Rote Tasche, Grundstein“ ins Leben für die bundesweite Einführung des Equal Pay Days. Seit 2021 gibt es den Equal Pay Day nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz und in Österreich. Dort wird an einem anderem Tag daran erinnert.
In den vergangenen Jahren hat sich der Gender Pay Gap nur sehr langsam verringert. Damit gehört Deutschland weiterhin zum Schlusslicht im europäischen Vergleich. Ein Teil dieser Lohnlücke lässt sich auf sogenannte strukturelle Unterschiede zurückzuführen. Viele Frauen erlernen Berufe, die schlechter bezahlt werden. Außerdem arbeiten sie seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit- oder Minijobs. Die nach wie vor ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen bleibt ein Problem, welches zeitnah gelöst werden sollte.
von Nane